Das kleine Haus in Uppsala

Eine meiner Auslandsdrehreisen führte mich vergangene Woche für Pro7 nach Schweden, genauer gesagt nach Stockholm, der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas. Zusammen mit Florian Melzer (Kamera) und André Konarske (Ton) ging es durch eine Stadt, die mich trotz Schmuddelwetters von Anfang an begeistert hat. Aber damit nicht genug: nachdem der Beitrag „im Kasten“ war, fuhren wir nach Uppsala, um einen Deutschen zu besuchen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte vor einigen Wochen einen Artikel über ihn veröffentlicht unter der Überschrift „Die Rückkehr der Gespenster: Der Jude Kurt Lewin floh vor den Nazis nach Schweden – nach 55 Jahren wird ihm auf einmal klar, dass die Wahl seines Fluchtseils lebensgefährlich war“.

Das kleine, orangefarbene Holzhaus von Lewin steht direkt am Fluss Fyrisån, unterhalb des imposanten Domes, am Råbyvägen. Was uns der alte Mann an diesem grauen Januar-Nachmittag erzählt hat, sehen Sie hier:

Die schlechte Bildqualität bitte ich zu entschuldigen.

 

Nachtrag (05.12.2013): Die Geschichte von Kurt Lewin hat mich nachhaltig beeindruckt. Nachdem wir uns noch einmal zu einem weiteren Interview in Deutschland getroffen hatten, ist nach seinem Tod mein erster Roman erschienen, der Lewins Flucht- und Lebensgeschichte erzählt: „Der Bratschist“